Remote OBD

Remote OBD

Unter Remote OBD, teilweise auch als OBD-3 bezeichnet, versteht man eine Fahrzeug-Ferndiagnose. Hierbei werden die Fahrzeugdaten an eine zentrale Stelle übertragen und eine kontinuierlich Fahrzeugdiagnose durchgeführt.

Der Vorteil von Remote-OBD oder Ferndiagnose durch Live-Datenübertragung ist im Wesentlichen eine kontinuierliche Verbesserung der Abgasemissionen. Durch die Einführung einer konsequenten Fehlerdokumentation der Fahrzeugabgase hat sich die Schadstoffemission deutlich verbessert. Zwischen den Wartungszeitpunkten kommt es jedoch noch immer zu vermeidbaren technischen Fehlern, die zu erhöhten Emissionswerten führen. Eine kontinuierliche Auswertung der Fahrzeugdaten über Remote-OBD verhindert vermeidbare Emissionen und verbessert den Fahrzeugzustand, indem Fehler frühzeitig erkannt werden.

So funktioniert Remote-OBD

Remote-OBD basiert auf dem normierten und gesetzlich verpflichtenden Diagnose-Anschluss OBD-2 und die Fehlerprotokollen, worüber die Fahrzeuginformationen zugänglich werden. Die Fehlerdatenbank der Fahrzeuge kann anschließend mit Hilfe von mobiler Datenübertragung an Anbieter übermittelt werden, die diese Fehler interpretieren. Dieser Vorgang wird bereits bei jedem Werkstattbesuch vor Ort durchgeführt. Durch Remote-OBD können Fehlfunktionen, die zu erhöhter Schadstoffemission führen und dem Motor schaden, direkt erkannt und schnellstmöglich behoben werden.

Ein denkbares Remote-OBD-System basiert auf 3 Komponenten:

  1. Hardware im Fahrzeug, welche die OBD-Daten sicher überträgt.
  2. Einer Daten-Cloud zur sicheren Verwaltung der Fahrzeugdaten.
  3. Die Lösungsebene auf welcher die Interpretation der Fahrzeugdaten, Fehlercodes und erweiterter Dienste stattfindet.

Das Romote-OBD-System ermöglicht eine kontinuierliche Kontrolle und Auswertung der Fahrzeug-Fehlercodes. Der Umfang der Informationen hängt dabei von der Erfahrung der Lösungsanbieter ab. Je größer die Datenbank der Fehlercodes und deren Interpretation bei dem Anbieter, desto genauer auch die Auswertung.

Besonders kritisch ist dabei, dass über die OBD-Schnittstelle Zugang zur Fahrzeugelektronik besteht. Eine Lösung, die keinen sicheren Datentransfer gewährleistet, wie es zum Beispiel bei gängigen Bluetooth-Datenübertragungen das Fall ist, können keine tragfähigen Lösungen sein. Florian Schäffer, Autor zum Thema Fahrzeugdiagnose, schreibt auf seiner Webseite Blafusel zum Thema:

„Ohne eine sichere Lösung ist das ganze Thema [Remote OBD] nämlich hinfällig.“

Lösungen in der PKW Daten-Cloud

Durch die kontinuierliche Übermittlung von Fahrzeugdaten und Informationen der Sensoren im Fahrzeug und OBD-2 Dongle ergeben sich unzählige, neue Möglichkeiten für Dienstleistungen um das Fahrzeug. Für AutoScout24 steht dabei im Vordergrund, dass jeder Nutzer selbst entscheidet, welche zusätzlichen Dienste er benötigt und damit die Verwendung seiner Daten selbst in der Hand behält.

Die Vielfalt dieser entstehenden Serviceangebote kann man sich aus heutiger Sicht mit der Veränderung in der Telekommunikation vorstellen. Handys haben unsere Kommunikation miteinander verändert, aber mobile Breitbandverbindungen, die das Handy ins Internet gebracht haben, führten zu einer exponentiellen Erweiterung der Angebotsvielfalt für jeden Nutzer. Ein geniales Beispiel für eine völlig neue Nutzung des eigenen Fahrzeugs ist Cardrops. Jedes Auto wird zur Paketstation und es gibt keine verpassten Sendungen mehr.

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