Connected Car Hardware

Connected Car Hardware

Connected Car – das verbundene Fahrzeug – ist der geläufige Begriff  für den Anschluss des Fahrzeugs an das Internet. Damit ist aber noch nicht weiter festgelegt, welche Teile des Fahrzeugs mit dem Internet verbunden werden und was mit dieser Verbindung erreicht werden soll. Den entscheidenden Unterschied macht dabei die Hardware, mit der eine Verbindung hergestellt wird. Für ein besseres Verständnis unterscheiden wir Connected Car Hardware durch:

  • Art der Hardware
  • Art der Verbindung zum Internet
  • Integration der Fahrzeugelektronik und
  • Umfang der eigenen Sensoren.

Art der Connected Car Hardware

Hier ist zu unterscheiden, ob es sich um einen einfach einzusteckenden OBD-2 Dongle oder eine fest verbaute Telematik-Box handelt. Grundsätzlich können beide Systeme identische Daten liefern, allerdings sind die meisten Boxen bisher nicht bereit für einen Anschluss an das On-Board-Diagnose-System (OBD-2). Dadurch stehen diese Fahrzeugdaten für eine weitere Verarbeitung oder Interpretation nicht zur Verfügung.

Die OBD-2 Dongle sind dagegen direkt in der OBD-Schnittstelle des Fahrzeugs eingesteckt und haben Zugang zu verschiedenen Steuergeräten (ECU = Electronic Contol Unit) des Fahrzeugs. Durch das „Plug and Play“ System kommt es nicht zu einem aufwändigen Einbau wie bei den Telematik-Boxen. Der Dongle wird in die gesetzlich verpflichtende und normierte OBD-2 Schnittstelle eingesteckt und schon ist der „Einbau“ abgeschlossen.

Art der Verbindung zum Internet

Die meisten derzeitigen OBD-2 Dongle sind abhängig von einer Bluetooth- oder Wi-Fi-Verbindung zum Smartphone, um eine mobile Internetverbindung herzustellen oder die Interpretation der OBD-2 Daten vorzunehmen. Damit ist das Fahrzeug nur online, wenn das Smartphone auch im Fahrzeug ist und zusätzlich eine Verbindung zwischen Smartphone und Fahrzeug  besteht. Dadurch wird hier keine kontinuierliche Verbindung gewährleistet. Da die Intension von Telematik-Boxen eine andere ist, verfügen die meisten Modelle über eine eigene Datenverbindung. Dadurch werden live Tracking-Systeme, Routenplanung und –optimierung oder Geofencing erst ermöglicht.

Integration der Fahrzeugelektronik

Wie bereits erwähnt gibt es z.B. Telematik-Boxen, die u.a. von Carsharing-Unternehmen einmgesetzt werden, um in Echtzeit Fahrzeugstandorte oder Fahrverhalten zu tracken. Hier ist keine Verbindung zur Fahrzeugelektronik und Diagnosesystem der einzelnen Steuereinheiten vorgesehen. Dagegen ist die Aufgabe der OBD-2 Dongle das Auslesen und grundsätzlich der Kommunikation mit verschiedenen Steuergeräten des Fahrzeugs. Je mehr Protokolle der Interpreter-Chip der Hardware versteht, desto vielseitiger auch die Möglichkeiten der Kommunikation mit den einzelnen Steuergeräten der verschiedenen Hersteller.

Umfang der eigenen Sensoren

Als letztes dient das eigene Paket an Sensoren, Schnittstellen und Komponenten der Hardware als Unterscheidungsmerkmal. Je nach Verwendungszweck sind weniger oder mehr Funktionen integriert. Beispiele für verschiedene, häufig auftretende Komponenten sind:

  • GPS
  • Beschleunigungssensoren
  • Datenverbindungen
  • Ein interner Speicher
  • Ein eigener Akku
  • E-Call

Durch technologische Entwicklung und sich herauskristallisierende Lösungen für Probleme der Kunden werden sich Standards der Hardware bilden. Eine verlässliche Hardware- bzw. Datenbasis ist ein wichtiger Baustein, um die nächste Stufe im Connected Car Markt zu nehmen und weitere Applikationen und Lösungen im Automobilbereich zu generieren.

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